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Nicholas Kashian ist, wie so viele Künstler der Moderne, ein Forscher, er erkundet die Mittel und Möglichkeiten der Kunst. Aber sein Suchen geht darüber hinaus, er fragt: Wie lässt sich heute Schönheit definieren, und vor allem: wie kann ich sie darstellen? Wobei das Schöne, wie er sofort erklärt, durchaus abstoßend, schockierend oder banal sein kann, wenn es nur wahrheitsgetreu über die menschliche Natur und unsere Welt berichtet. Seine Werkzeuge dafür sind „Bildermachen and die Transformation von Materie“.

Den Weg dahin geht er mit großer Gelassenheit. Er sieht sich die Welt mit neugierigen Augen an, ist immer zum Staunen bereit. Ein einzelner Baum, eine Stripperin oder eine Ortschaft in den Alpen sind ebenso viel wert wie eine italienische Landschaft oder Piranesis verschachtelte Kerkerarchitektur. Auf diesem Weg nimmt er durchaus Risiken auf sich, die Ausdrucksweisen, die „Stile“ ändern sich gelegentlich, und dabei sind einige Turbulenz zu bewältigen.

Kashians Gelassenheit ist wohl etwas typisch Amerikanisches; er stammt aus dem heartland der USA, er wurde in der kleinen Stadt Bloomington im Staat Illinois geboren. Sein Studium begann er in Arizona, an der Universität in Tempe, der zweitgrößten amerikanischen Hochschule, und setzte es in Chicago fort. 2009 schließlich trieb ihn die Neugier auf das Europäische nach Berlin.

Seine Gelassenheit mag auch daher kommen, dass ihm die Kunst seit jeher vertraut ist. Schon sein Vater war Künstler, „und ich war seit meiner Kindheit ständig in Ateliers. Ich empfinde größtes Vertrauen und Vergnügen, wenn ich mit Farbe umgehen kann.“ Er hat die Freiheit, auf eine ganz natürliche Weise vieles auszuprobieren, seien es Inhalte, Stile oder Techniken. Seine Motive entstammen zunächst dem alltäglichen Leben, da finden sich Schuhputzer ebenso wie Szenen aus einer Bar oder von Kindergeburtstagen, und vieles deutet zur popular art. Die Suche nach Schönheit führte ihn schließlich weg von der Figur und hin zu „eher vieldeutigen, völlig abstrakten Werken, auch mit offenem Ausgang, die Malerei als reine, visuelle Sprache zu definieren versuchen.“

Dabei geht es dem Künstler jedoch nicht um einen bestimmten, den allein „richtigen“ Ausdruck; vielmehr will er seine Offenheit und Neugier behalten, den freien Umgang mit Pinsel und Farbe nicht aufgeben. Unsere Werkauswahl demonstriert die gestalterische Vielfalt innerhalb eines engen Zeitraums, des Jahres 2013, ergänzt duch ein Gemälde aus der jüngsten Produktion. „Wichtig ist es“, bemerkt Nicholas Kashian, „gegenwärtig, einfühlsam, ernsthaft, konzentriert, offen und so kraftvoll wie möglich zu sein. Das Werk ist vollendet, wenn es entweder selbst sagt, es ist fertig, oder wenn ich davon ablasse und mit einer neuen Arbeit beginne.“

Werke

Biographie

NICHOLAS KASHIAN

Born: 1980, Bloomington, Illinois, USA

Education:

2007-2009 MFA, University of Illinois Chicago, Instructor of Record, Introduction to Drawing, Drawing Fundamentals

1999-2003 BFA, Arizona State University

Regents Scholarship Recipient 1999-2003

Weiterführende Information: nicholaskashian.blogspot.de

Selected EXHIBITIONS:

Solo and Two-Person Exhibitions:

2014 ‘Smoking Mirror’, with Florian Auer, Victoria Bar, Berlin

2013 ‘Ter Hell and Nicholas Kashian’, Galerie Walden, Berlin

2011 ‘Oh Henry!’, DeanProject, New York

2011 ‘Bitte Schön, Bitte Schön’, Galerie Walden, Berlin

2008 ‘Heat, Light, Power’, Elastic, Chicago, IL

2007 ‘Pascua’, Green Lantern, Chicago

2006 ‘New American Gothic’, Reversible Eye, Chicago

2006 ‘Nicholas Kashian and Adin De Masi: The Bremen Town Musicians’, Gallery Monorchid, Phoenix, AZ

2006 ‘Nicholas Kashian and Owen Durkin’, Acme Arts, Chicago

 

Group Exhibitions:

2015 ‘Paper Icons’, Hans Peter Zimmer Stiftung, Dusseldorf; Haus am Luetzowplatz, Berlin

2015 ‘Eine Phase in Meinem Leben’, Ventilator, Berlin

2014 ‘Tout Arrive’, Exo Exo, Paris

2014 ‘Let’s Fix It’, Freies Museum Berlin

2013 ‘NK,OP, DE”, Soumestra Galerie, Berlin

2013 ‘Cloud 9’, Sultan Gallery, Kuwait City, Kuwait

2013 ‘Synekdoche’, Freies Museum Berlin

2012 ‘Welten’, Galerie Ardes, Berlin

2012 ‘Studio 91’, Ridge Fine Art, London, UK

2012 ‘Out of Structure’, Group Show, Galerie Walden, Berlin

2011 ‘Partnership’,Galerie E105 together with Deutsche Telekom,   Bonn, Germany

2010 ‘Les Maitres Fous – Die verrückten Meister’, Freies Museum, Berlin

2010 ‘Best Of’, Forgotten Bar Project, Berlin

2010 Bazonalle/ LUST 2010, Weimar, DE

2010 Works on Paper: A Group Thing, Projektraum 91, Berlin

2010 Check Bounds Festival, Stadtbad Wedding, Berlin

2010 Coffee and Cigarettes, Freies Museum Project Space, Berlin

2010 Nicholas Kashian: De/Collage, Sammlung Luetzow, Berlin

2009 ‘Mirror on Mirror Mirrored’, Dean Project,NY

2009 MFA Thesis Exhibition, Gallery 400, University of Illinois, Chicago

2008 ‘Introduction: Future Dialogues’, Dean Project, NY

2007 ‘The Adoration Show’, Maryland Art Place, Baltimore, MD

2006 NOVA Art Fair, Perogi Booth, Chicago

2006 Art One Gallery, Scottsdale, AZ

 

AWARDS, PROJECTS:

2014 ‘Fading Portraits’, Amnesty International Project with Pruessundpruess GmbH, Berlin,

2012 ‘Studio 91 Video Series’, Presented by Nik Holtum of Ridge Fine Art

2010-2011 Kunstpreis Freies Museum, 2010-2011, Artist Residency and Stipend 1-year term

2009 Chicago Public Art Group, mural project ‘Walker Mural-56th and Lake Park’ restoration

2007 New American Paintings, Midwest, Issue # 71

Cool Globes Sculpture Project, Chicago, San Francisco, Denver