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In unserer dritten Präsentation zum Thema Der konzeptuelle Impuls heute stellen wir Ihnen zwei Objekt-Künstler und zwei Maler vor.

Regine Müller-Waldeck befragt in ihren Installationen die condition humaine, die Bedingungen menschlichen Daseins. Sie untersucht die Gegebenheiten, die uns prägen und zu dem Wesen formen, das wir sind. Der Mensch steht hier Mittelpunkt – ohne dass er tatsächlich präsent ist. Die Objekte stehen stellvertretend für ihn, sie sind Symbole.

Nik Nowak befasst sich mit der Verbindung von Mensch und Maschine und der Kraft, die von den technischen Geräten ausgeht. Ausgangspunkt ist ein umgebautes Kettenfahrzeug, das Nowak Panzer nennt: dessen „Waffe“ ist ein ohrenbetäubender Sound aus 13 Lautsprecher. Visuell wird die energy umgesetzt in „Zeichnungen“, die der Panzer mit seinen Drehungen auf lackierten Platten erzeugt, es sind Strukturen, die an die Kraft und das all-over von Jackson Pollocks action painting erinnern.

Nicholas Kashian, ein Amerikaner in Berlin, untersucht die verschiedenen Ausdrucksformen abstrakter Malerei. Sein Ziel ist nicht der eine, „richtige“ Stil; vielmehr erprobt er mit großer Gelassenheit und Gestaltungsfreude die unterschiedlichsten Möglichkeiten, vom gestisch-freien Linienspiel bis hin zum rigiden Gitternetz. Auf der Suche nach Schönheit geht es ihm darum, „gegenwärtig, einfühlsam, ernsthaft, konzentriert, offen und so kraftvoll wie möglich zu sein.“

Henri Haake schließlich arbeitet im Spannungsfeld zwischen figürlich-erzählerischem Inhalt und gestalterisch-abstrakter Form, er selbst nennt es den „Kampf des Malers mit der Realität“. Sehr früh gelingen ihm – ausgehend von Pressefotos – vollendete Werke in der Tradition europäischer Historienmalerei, deren Inhalte er jedoch mit gestischer Pinselarbeit verunkärt. In den neueren Werken bindet er das lesbare, alltägliche Motiv in klar definierte Farbfelder ein.

Künstler